An einer Wetterstation werden mit verschiedenster Messgeräten, wie z.B. Anemometern und Windrichtungsgebern meteorologischer Größen (Wetterstationsdaten) aufgenommen, um damit der Wetter- oder Klimabeobachtung an einem bestimmten Ort dienen. Befindet sich eine Wetterstation in einer Höhenlage von mehr als 750 Metern über NN, so wird sie als Bergwetterstation bezeichnet.

 

Für ein Windgutachten wäre eine einfache Übertragung der Windverhältnisse von einer Wetterstation auf einen geplanten Windkraftstandort problematisch. Das Geländemodell, das der Aufbereitung der Wetterstationsdaten zugrunde liegt, unterscheidet sich meist von dem für den geplanten Standort verwendeten, da die Aufbereitung nicht von derselben Firma vorgenommen wird. Weitere Unsicherheiten entstehen außerdem, wenn die Messung an der Wetterstation durch Gebäude oder Bewuchs beeinflusst ist. Diese Probleme sind weniger relevant, wenn ein Abgleich durchgeführt wird.

Viele Wetterstationen befinden sich in dichter bebauten oder in bewaldeten Gebieten. In solcher Umgebung wird das Höhenprofil von der Oberfläche um eine von den Unterlageneigenschaften abhängige Distanz verschoben, die als Verschiebungshöhe bezeichnet wird.

Um die Verschiebungshöhe bei der Berechnung der regionalen Windklimatologien zu berücksichtigen, wurde eine effektive Anemometerhöhe definiert. Sie entspricht der Differenz aus der geometrischen Höhe des Anemometers über Grund und der Verschiebungshöhe, die mit einem Betrag von 2/3 der mittleren Bebauungs- oder Bestandhöhe angenommen wird.




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