In einem Ertragsgutachten werden sowohl die Wind verhältnisse an einem geplanten Standort als auch Jahresenergieerträge für die geplante Anlagen prognostiziert und Unsicherheiten für die Wind- und Ertragsberechnung festgelegt. Die Ergebnisse werden mit einer Überschreitungswahrscheinlichkeit dargestellt.
Ertragsgutachten sind die Basis für die Finanzierung.
Vorgehensweise:
Die langjährig zu erwartenden mittleren Jahresenergieerträge von geplanten Windkraftanlagen werden in der Regel in Deutschland bestimmt, indem
* aus den Betriebsergebnissen von Vergleichsanlagen deren langjährig mittleren Jahresenergieerträge anhand von einem Windindex oder anderer Langzeitdaten eingeschätzt,
* aus diesen mittels eines numerischen Strömungsmodells die jeweiligen mittleren lokalen Windverhältnisse abgeleitet,
* diese mit demselben Strömungsmodell auf den geplanten Standort übertragen und
* dort die gesuchten Energieerträge berechnet werden.
Gibt es keine bestehende Anlagen oder eine Anlage kann nicht als Vergleichsanlage herangezogen werden, muss für ein Windgutachten eine Windmessung über mindestens 1 Jahr durchgeführt werden. Ist nur das Höhenprofil unbekannt, werden Sodar oder Lidar Messungen empfohlen.
Da kein Modell die Wirklichkeit genau nachbilden kann, müssen die Ergebnisse von Modellrechnungen auf Plausibilität geprüft werden. Dies geschieht im Abgleich.