Das Wind-Lexikon über Alternative Energien +++ Beispielartikel: 'Azimutgetriebe', 'Anemometer', 'Anlage'
English: Angle of Attack / Español: Ángulo de ataque / Português: Ângulo de ataque / Français: Angle d'attaque / Italiano: Angolo d'attacco
Der Angle of Attack (deutsch: Anstellwinkel) ist ein zentraler aerodynamischer Parameter in der Windkrafttechnik, der die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Rotorblättern maßgeblich beeinflusst. Er beschreibt den Winkel zwischen der Profilsehne eines Rotorblatts und der anströmenden Luft und bestimmt damit, wie die Luftströmung über das Blatt geführt wird. Eine präzise Steuerung dieses Winkels ist entscheidend, um den Energieertrag von Windkraftanlagen zu optimieren und mechanische Belastungen zu minimieren.
English: Wind farm / Español: Parque eólico / Português: Parque eólico / Français: Ferme éolienne / Italiano: Parco eolico
Eine Anlage ist nach dem EEG jede Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Grubengas. Als Anlage gelten auch Einrichtungen, die zwischengespeicherte Energie, die ausschließlich aus erneuerbaren Energien oder Grubengas stammt, aufnehmen und in elektrische Energie umwandeln.
English: system failure / Español: fallo del sistema / Português: falha do sistema / Français: panne d’installation / Italiano: guasto dell’impianto
Anlagenausfall bezeichnet im Kontext der Windkraft eine vorübergehende oder dauerhafte Betriebsunterbrechung einer Windkraftanlage, bei der keine elektrische Energie mehr erzeugt oder eingespeist wird. Die Ursachen können technischer, meteorologischer oder infrastruktureller Natur sein.
English: Plant operator / Español: Operador de planta / Português: Operador de usina / Français: Opérateur d'installation / Italiano: Operatore dell'impianto
Anlagenbetreiber sind natürliche oder juristische Personen, die eigenverantwortlich Einfluss auf den Betrieb
English: Facility Design / Español: Diseño de Instalaciones / Português: Design de Instalações / Français: Conception des Installations / Italiano: Progettazione degli Impianti
Anlagendesign (Facility Design) ist ein entscheidender Aspekt bei der Planung und Umsetzung von Windkraftprojekten. Es bezieht sich auf die Gestaltung, Konzeption und Anordnung von Windkraftanlagen und ihren zugehörigen Infrastrukturen, um eine optimale Energieerzeugung und Betriebseffizienz zu gewährleisten.
English: Wind turbine manufacturer / Español: Fabricante de aerogeneradores / Português: Fabricante de turbinas eólicas / Français: Fabricant d'éoliennes / Italiano: Produttore di turbine eoliche
Ein Anlagenhersteller im Windkraftkontext ist ein Unternehmen, das sich auf die Produktion und Herstellung von Windkraftanlagen spezialisiert hat. Diese Unternehmen sind entscheidend für die Entwicklung und den Ausbau der Windenergieindustrie, da sie die Technologie und die Komponenten liefern, die zur Erzeugung von sauberer, erneuerbarer Energie aus Wind verwendet werden. In diesem Artikel werden wir die Bedeutung von Anlagenherstellern im Windkraftkontext genauer betrachten, Beispiele für bekannte Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind, die damit verbundenen Risiken und Einsatzgebiete diskutieren sowie einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung und gesetzliche Grundlagen bieten. Abschließend werden einige ähnliche Branchen und Unternehmen vorgestellt.
English: total height of the turbine / Español: altura total del aerogenerador / Português: altura total da turbina eólica / Français: hauteur totale de l’éolienne / Italiano: altezza complessiva dell’aerogeneratore
Anlagenhöhe bezeichnet im Windkraftkontext die gesamte Höhe einer Windkraftanlage, gemessen vom Boden bis zur oberen Blattspitze in senkrechter Stellung. Sie ist ein maßgebliches technisches und planungsrechtliches Merkmal jeder Windenergieanlage und beeinflusst sowohl die Energieausbeute als auch die Genehmigungsfähigkeit.
English: plant key / Español: clave de la instalación / Português: chave da instalação / Français: clé de l'installation / Italiano: chiave dell'impianto
Der Anlagenschlüssel ist eine 33 stellige Nummer, beginnend mit E, die jede Windkraftanlage vom Netzbetreiber zugeordnet bekommt
z.B.: E1084301000ZE000000513535VS000001
Definition des Anlagenschlüssels:
English: Plant specification / Español: Especificación de la instalación / Português: Especificação da instalação / Français: Spécification de l'installation / Italiano: Specifiche dell'impianto
Die Anlagenspezifikation beschreibt die technischen Daten, wie Nabenhöhe, Rotordurchmesser, Rotorblätter oder Regelungen einer Windkraftanlage.
Manche Windkraftanlagentypen werden in unterschiedlichen Versionen geliefert, z. B. mit unterschiedlichen Rotorblättern oder Regelungen.
Sie definiert die technischen, betrieblichen und sicherheitstechnischen Anforderungen an eine Windenergieanlage oder einen Windpark. Sie dient als zentrales Dokument für Planung, Genehmigung, Bau und Betrieb und legt fest, wie die Anlage unter Berücksichtigung von Standortbedingungen, Netzanschluss und gesetzlichen Vorgaben zu konzipieren ist. Die Spezifikation bildet die Grundlage für Ausschreibungen, Vertragsverhandlungen und die spätere Zertifizierung.
Die Anlagenspezifikation ist ein umfassendes Regelwerk, das alle relevanten Parameter einer Windenergieanlage oder eines Windparks systematisch erfasst. Sie wird in der Regel vom Anlagenhersteller, dem Projektentwickler oder einem unabhängigen Ingenieurbüro erstellt und muss den Anforderungen der jeweiligen Normen und Richtlinien entsprechen, etwa der DIN EN 61400 (Windenergieanlagen) oder der VDE-AR-N 4105 (Netzanschluss von Erzeugungsanlagen). Die Spezifikation umfasst sowohl technische Details wie Nennleistung, Rotordurchmesser und Turmhöhe als auch betriebliche Aspekte wie Wartungsintervalle, Lebensdauer und Verfügbarkeitsgarantien.
Ein zentraler Bestandteil der Anlagenspezifikation ist die Anpassung an die standortspezifischen Gegebenheiten. Dazu gehören Windgeschwindigkeiten, Turbulenzintensität, Luftdichte und extreme Wetterbedingungen wie Vereisung oder Sturm. Diese Faktoren beeinflussen die Auslegung der Anlage, insbesondere die Wahl der Rotorblätter, des Generators und der Steuerungssysteme. Zudem müssen netzseitige Anforderungen berücksichtigt werden, etwa die Einhaltung von Spannungs- und Frequenzgrenzen oder die Bereitstellung von Blindleistung. Die Spezifikation dient somit als Brücke zwischen den theoretischen Planungsdaten und der praktischen Umsetzung.
Neben den technischen und betrieblichen Vorgaben enthält die Anlagenspezifikation auch rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dazu zählen Genehmigungsauflagen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und vertragliche Vereinbarungen mit Netzbetreibern oder Grundstückseigentümern. Die Spezifikation ist somit ein dynamisches Dokument, das während des gesamten Projektlebenszyklus – von der Machbarkeitsstudie bis zur Stilllegung – fortgeschrieben wird. Sie bildet die Grundlage für die Zertifizierung nach IEC 61400-22 (Konformitätsprüfung und Zertifizierung von Windenergieanlagen) und ist Voraussetzung für die Inbetriebnahme.
Die Anlagenspezifikation gliedert sich in mehrere technische Hauptkapitel, die jeweils spezifische Aspekte der Windenergieanlage abdecken. Ein zentrales Element ist die Leistungskurve, die den Zusammenhang zwischen Windgeschwindigkeit und elektrischer Leistung beschreibt. Diese wird gemäß IEC 61400-12-1 (Leistungsmessung von Windenergieanlagen) ermittelt und muss den garantierten Werten des Herstellers entsprechen. Die Leistungskurve ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeitsberechnung und wird durch Faktoren wie Rotorblattprofil, Generatorwirkungsgrad und Getriebeübersetzung beeinflusst.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Lastenberechnung, die die mechanischen Belastungen der Anlage unter verschiedenen Betriebsbedingungen analysiert. Dazu gehören Extremwindlasten (z. B. 50-Jahres-Böen), Ermüdungslasten durch zyklische Belastung und Sonderlasten wie Vereisung oder Erdbeben. Die Berechnungen erfolgen nach DIN EN 61400-1 (Auslegungsanforderungen für Windenergieanlagen) und dienen der Dimensionierung von Turm, Fundament und Rotorblättern. Moderne Anlagen nutzen hierfür numerische Simulationsmodelle, die die Wechselwirkungen zwischen Wind, Struktur und Steuerung abbilden.
Die elektrischen Komponenten der Anlage werden in der Spezifikation ebenfalls detailliert beschrieben. Dazu gehören der Generator (z. B. doppelt gespeister Asynchrongenerator oder Permanentmagnet-Synchrongenerator), der Umrichter, die Transformatoren und die Schaltanlagen. Die Spezifikation legt fest, welche Spannungsebenen (z. B. 690 V für den Generator, 20 kV für den Netzanschluss) und Schutzmechanismen (z. B. Überspannungsschutz, Erdung) erforderlich sind. Zudem werden die Anforderungen an die Netzverträglichkeit definiert, etwa die Einhaltung der VDE-AR-N 4110 (Technische Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Mittelspannungsnetz).
Die Steuerungs- und Sicherheitssysteme der Anlage sind ein weiterer kritischer Punkt. Die Spezifikation beschreibt die Funktionsweise der Pitch- und Yaw-Systeme, die für die Ausrichtung der Rotorblätter und der Gondel verantwortlich sind. Zudem werden die Sicherheitsfunktionen wie Notabschaltung, Überdrehzahlschutz und Brandmeldeanlagen festgelegt. Diese Systeme müssen den Anforderungen der DIN EN ISO 13849 (Sicherheit von Maschinen – Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen) entsprechen und regelmäßig gewartet werden.
Die Anlagenspezifikation muss eine Vielzahl nationaler und internationaler Normen und Richtlinien berücksichtigen. Die wichtigsten sind:
Diese Normen definieren Mindestanforderungen an die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Netzverträglichkeit der Anlagen. Die Einhaltung wird durch unabhängige Zertifizierungsstellen wie TÜV, DNV GL oder DEWI überprüft. Die Anlagenspezifikation muss daher alle relevanten Normen referenzieren und deren Umsetzung dokumentieren.
Die Anlagenspezifikation wird häufig mit anderen Dokumenten verwechselt, die im Zusammenhang mit Windenergieanlagen stehen. Eine klare Abgrenzung ist daher notwendig:
Die Anlagenspezifikation ist ein zentrales Dokument im Lebenszyklus einer Windenergieanlage, das technische, betriebliche und rechtliche Anforderungen systematisch erfasst. Sie dient als Grundlage für Planung, Genehmigung, Bau und Betrieb und muss den Vorgaben nationaler und internationaler Normen entsprechen. Die Spezifikation umfasst Parameter wie Leistungskurve, Lastenberechnung, elektrische Auslegung und Sicherheitsanforderungen und wird durch unabhängige Zertifizierungsstellen überprüft. Sie ist unverzichtbar für die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Netzverträglichkeit von Windenergieprojekten und muss während des gesamten Projektverlaufs fortgeschrieben werden. Trotz ihrer Komplexität ist die Anlagenspezifikation ein unverzichtbares Instrument, um die Zuverlässigkeit und Effizienz von Windenergieanlagen zu gewährleisten.
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Bei den Anlagenstammdaten werden für jede installierte Windkraftanlage folgende Informationen
English: Type of plant / Español: Tipo de instalación / Português: Tipo de instalação / Français: Type d'installation / Italiano: Tipo di impianto
Der Anlagentyp gibt Auskunft über den genauen Typ der Windkraftanlage.
English: Maintenance of Wind Turbines / Español: Mantenimiento de Turbinas Eólicas / Português: Manutenção de Turbinas Eólicas / Français: Maintenance des Éoliennes / Italiano: Manutenzione delle Turbine Eoliche
Anlagenwartung im Windkraft-Kontext bezieht sich auf alle Aktivitäten, die erforderlich sind, um die Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Effizienz von Windkraftanlagen sicherzustellen. Dies umfasst die regelmäßige Inspektion, Wartung, Reparatur und, falls nötig, den Austausch von Komponenten der Windkraftanlagen. Die Wartung ist entscheidend, um die Ausfallzeiten zu minimieren, die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern und die maximale Energieausbeute zu gewährleisten.
English: Plant certificate / Español: Certificado de instalación / Português: Certificado de instalação / Français: Certificat d'installation / Italiano: Certificato di impianto
Anlagenzertifikat bezieht sich im Kontext der Windkraft auf ein offizielles Dokument, das die Konformität einer Windenergieanlage mit bestimmten technischen, sicherheitsrelevanten und qualitativen Standards bescheinigt. Dieses Zertifikat ist ein wesentlicher Bestandteil im Prozess der Planung, Errichtung und des Betriebs von Windkraftanlagen, da es nachweist, dass die Anlage den relevanten Normen und Richtlinien entspricht.
English: Cut-in Speed / Español: Velocidad de arranque / Português: Velocidade de partida / Français: Vitesse de démarrage / Italiano: Velocità di avvio
Die Anlaufgeschwindigkeit bezeichnet im Windkraft-Kontext die minimale Windgeschwindigkeit, bei der eine Windkraftanlage beginnt, Strom zu erzeugen. Sie ist ein kritischer Parameter, da sie bestimmt, ab wann eine Anlage betriebsfähig ist und wie effizient sie an Standorten mit unterschiedlichen Windverhältnissen arbeiten kann.
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