Der BDB-Index oder auch IWET-Index genannt, beschreibt die Relation von gemeldeten Energieerträgen (kWh) von Windkraftanlagen einer Region und eines Monats zu den langjährigen, mittleren Erträgen dieser Windenergieanlage.

Es ist demnach ein statistischer, monatlicher Wert, der angibt wie windstark bzw. -schwach ein bestimmter Monat war. Zur Bestimmung des Langfristertrages einer Windkraftanlage in Deutschland wird dieser Index im Bereich der Windenergie meistens verwendet. Der BDB Windindex wird monatlich nach einem komplexen Verfahren für 25 verschiedene Regionen Deutschlands aus den Ertragsdaten von mehreren Tausend Windkraftanlagen abgeleitet. Er setzt recht gut das Ertragsniveau eines Monats für typische Standorte der Region zu längeren Zeiträumen in Bezug. Damit handelt es sich um einen Produktionsindex. Keine andere allgemein verfügbare Vergleichsdatenreihe weist eine vergleichbar hohe regionale Auflösung oder eine vergleichbar gute Korrelation mit den Ertragsdaten von Windkraftanlagen auf.

Probleme bei der Erstellung dieser Produktionsindices:

Diese Indices werden aus Anlagenerträgen gebildet und die Zusammensetzung der hierfür betrachteten Anlagen ändert sich ständig entsprechend dem Zubau und der Datenmeldung durch die Betreiber. Die neueren Anlagen haben aber stets andere Charakteristika als ältere. Zudem werden mit neueren Anlagen nach unserem Eindruck im Durchschnitt niedrigere Verfügbarkeiten erreicht, als dies früher der Fall war und zusätzlich weisen die neueren Parks häufig niedrigere Parkwirkungsgrade auf. Dies gestaltet eine korrekte Wertung der Betriebsergebnisse neuerer Anlagen bei der Indexbildung schwierig. Somit ist nicht gesichert, dass das mit dem Indexwert 100 charakterisierte Niveau über den gesamten Zeitraum stabil ist. Dies kann überprüft werden, indem die Energieerträge von länger unverändert betriebenen und nicht zugebauten Windkraftanlagen für verschiedene Unterperioden auf Langzeiterträge extrapoliert werden. Bei manchen der IWET-Indices werden je nach Unterperiode deutlich unterschiedliche Ergebnisse ermittelt, in den meisten dieser Fälle im Lauf der Zeit zu optimistischeren Werten hin. Das Absolutniveau dieser Indices ist folglich teilweise nicht stabil.


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