Das Orografiemodell ist ein Modell, das die Höhenstrukturen auf der natürlichen Erdoberfläche wiedergibt. Für die Ertragsberechnung wird zusätzlich noch das Rauigkeitsmodell benötigt. Es wird durch digitalisieren von topografischen karten erstellt oder kann in Deutschland auch von den Vermessungsämtern erworben werden. Die Auflösung sollte je nach Geländeform zwischen 2,5 und 10 m liegen.

Weit verbreitet ist die Aussage, dass das Orografiemodell für WAsP mindestens 10 km in jede Richtung um den Berechnungspunkt reichen muss. Im Handbuch für WAsP wird jedoch erläutert, dass die direkte Umgebung eines Berechnungspunktes im Modell umso genauer wiedergegeben wird, je kleiner das Modellgebiet ist. Nach ausgiebigen Tests der Firma anemos-jacob zeigte sich, dass in aller Regel eine Ausdehnung von ca. 5 km um den untersuchten Standort herum genügt. Nur wenn im Bereich bis ca. 10 km dann noch stark ausgeprägte orografische Elemente präsent sind, mag deren Einbezug sinnvoll sein. Doch auch dies hängt vom jeweiligen Fall ab, insbesondere der Frage, von wo nach wo die Windinformationen übertragen werden sollen. 

Zur Überprüfung der erstellten Orografiemodelle werden an allen Vergleichsstandorten und an dem geplanten Standort beim heranziehen von nur einem Rauigkeitsmodell und der exakt gleiche Anlagentyp berechnet, um festzustellen, wie das Strömungsmodell die verschiedenen Standorte bewertet.

 



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