Schall sind mechanische Schwingungen und Wellen mit Frequenzen zwischen 16 Hz und 20.000 Hz, die sich in einem elastischen Medium, z.B. der Luft, fortpflanzen. Alle mechanischen Schwingungen und Wellen mit Frequenzen unterhalb von 16 Hz werden als Infraschall bezeichnet, bei Frequenzen über 20.000 Hz als Ultraschall.

Die mechanischen Wellen entstehen, wenn Luftteilchen zum Schwingen angeregt werden und es so zu unterschiedlichen Verdichtungszuständen kommt. In der Regel entsteht eine Luftbewegung ursprünglich durch die Bewegung fester Körper (z.B. Rotorblätter), die die umgebende Luft durch mechanische Bewegung „mitnehmen“ und die angrenzenden Luftschichten zusammendrücken und damit die Luftdichte erhöhen. Diese Luftverdickung, die mit einer kurzzeitigen Erhöhung des Luftdruckes verbunden ist, versucht sich auszugleichen, indem die Luftteilchen in das benachbarte Gebiet abströmen und es so zu abwechselnder Luftverdickung und Luftverdünnung kommt.

Schall kann in die vier Gruppen Ton, Klang, Geräusch und Knall eingeteilt werden. Sind die Luftteilchen zu harmonischen Schwingungen mit einer einzigen Frequenz angeregt worden, wird ein Ton erzeugt. Kommt es zu einem Gemisch von Tönen, deren Frequenz ganzzahlige Vielfache zum tiefst vorkommenden Ton sind, wird dies als Klang bezeichnet. Wird ein Gemisch zahlreicher Töne rasch wechselnder Frequenz und Stärke erzeugt, wird es als Geräusch bezeichnet. Ein Knall oder auch Impuls genannt, wird hervorgerufen durch eine schlagartig einsetzende sehr kurz andauernde mechanische Schwingung großer Amplitude. Bei den vier Schwingungsmöglichkeiten entsteht ein Wechseldruck, der Schalldruck, der den Gleichdruck der Luft überlagert. Schalldruck und Frequenz bestimmen im Wesentlichen ein Schallereignis und seine Wahrnehmung durch den Menschen.

Bei der Schallausbreitung in Luft wird Schallenergie in Wärme umgewandelt. Die Stärke der Adsorption hängt von der Temperatur , der relativen Feuchte, aber auch sehr stark von der Frequenz ab.

In größeren Abständen treten durch Interferenzen des am Boden mit nahezu Phasenumkehr des direkten Strahls in der Regel Schallpegelminderungen auf.
 
Schallstreuung an Stämmen, Ästen und Blättern in Verbindung mit aufgelockertem Boden beeinflussen die Schallausbreitung. Gebäude und vergleichbare Hindernisse können durch Reflexionen Streuung und Adsorption eine zusätzliche Dämpfung im Ausbreitungsweg des Schalls bewirken. Hinter dem Hindernis bildet sich ein Schallschatten. Wenn keine Schallnebenwege über reflektierende Flächen vorhanden sind, gelangt der Schall nur durch Beugung um die Kanten des Hindernisses in die Schattenzone.

Da sich Wind- und Schallgeschwindigkeit richtungsabhängig addieren, erfolgt die Schallausbreitung mit dem Wind schneller. 


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