Deutsch: Ausschreibungsrunde / English: Tendering Round / Español: Ronda de Licitación / Português: Rodada de Licitação / Français: Tour d'Appel d'Offres / Italiano: Giro di Bando

Eine Ausschreibungsrunde im Kontext der Windkraft bezieht sich auf ein formalisiertes Verfahren, bei dem potenzielle Betreiber von Windkraftanlagen oder Windparks die Möglichkeit haben, sich um die Rechte zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieprojekten zu bewerben. Dieses Verfahren wird in der Regel von staatlichen oder regionalen Energiebehörden organisiert und dient dazu, den Ausbau der Windenergie in einer kontrollierten und effizienten Weise zu fördern, indem Projekte an diejenigen vergeben werden, die die besten Konditionen bieten, sei es in Bezug auf Preis, technische Lösungen oder ökologische Nachhaltigkeit.

Allgemeine Beschreibung

Im Rahmen einer Ausschreibungsrunde werden spezifische Anforderungen und Kriterien festgelegt, die von den Bewerbern erfüllt werden müssen. Dies kann die Kapazität der Windkraftanlagen, die technische Umsetzbarkeit, die Umweltverträglichkeit und die Höhe der Stromgestehungskosten umfassen. Die Bewerber reichen ihre Angebote ein, die dann von der ausschreibenden Behörde bewertet werden. Der oder die Bewerber mit den besten Angeboten erhalten den Zuschlag für die Projektrealisierung, oft verbunden mit bestimmten Rechten oder Förderungen, wie z.B. langfristigen Abnahmeverträgen für den erzeugten Strom zu festgelegten Preisen.

Ausschreibungsrunden spielen eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Ziele für erneuerbare Energien, indem sie einen wettbewerbsorientierten Rahmen schaffen, der die Kosten für Windenergie minimiert und gleichzeitig die Qualität und Effizienz der Projekte sicherstellt.

Anwendungsbereiche

Ausschreibungsrunden im Windkraftbereich können sich auf verschiedene Segmente und Sektoren beziehen:

  • Onshore-Windkraft: Ausschreibungen für die Errichtung von Windkraftanlagen an Land.
  • Offshore-Windkraft: Ausschreibungen für die Entwicklung von Windparks auf dem Meer.
  • Klein- und Gemeinschaftsprojekte: Spezielle Ausschreibungen für kleinere Windkraftprojekte oder Projekte mit lokaler Beteiligung.

Bekannte Beispiele

In vielen Ländern sind Ausschreibungsrunden ein etabliertes Instrument zur Förderung der Windenergie. Beispiele hierfür sind:

  • Deutschland: Regelmäßige Ausschreibungsrunden für Onshore- und Offshore-Windenergieprojekte.
  • Dänemark: Ausschreibungen für große Offshore-Windparks, wie den Horns Rev 3.
  • Vereinigtes Königreich: Ausschreibungen im Rahmen des Contracts for Difference (CfD)-Systems für erneuerbare Energien.

Behandlung und Risiken

Die Teilnahme an einer Ausschreibungsrunde erfordert von den Unternehmen sorgfältige Vorbereitung und strategische Planung, da die Konkurrenz oft groß ist und die Anforderungen streng sein können. Risiken für die Bewerber umfassen die Möglichkeit, dass ihr Angebot nicht erfolgreich ist oder dass die Projektrealisierung aufgrund unvorhergesehener Herausforderungen teurer wird als geplant.

Ähnliche Begriffe und Synonyme

  • Tenderverfahren
  • Bieterrunde

Zusammenfassung

Eine Ausschreibungsrunde im Windkraftbereich ist ein wettbewerbsorientiertes Verfahren, durch das die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen an diejenigen Unternehmen vergeben werden, die die effizientesten und kostengünstigsten Lösungen anbieten. Dieses Instrument dient dazu, den Ausbau der Windenergie zu fördern und gleichzeitig die Kosten für die Energieerzeugung zu minimieren und die Qualität der Projekte zu gewährleisten.

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Großer Burstah 42, 20457 Hamburg
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