Eine Windrose zeigt die Verteilung eines Parameters in Abhänigkeit der Windrichtungen. Windrosen werden in kreisförmigen Balkendiagrammen dargestellt. Der Vollkreis wird üblicherweise in zwölf 30-Grad-Sektoren, aber auch in z.B. 36 10º-Einheiten unterteilt, 90º entspricht dabei einem Ostwind, 180º einem Südwind, 270º einem Westwind und 360º einem Nordwind.

Sie beruhen auf der Grundlage prozentualer Häufigkeitsverteilungen der Windgeschwindigkeit (m/s) in Abhängigkeit von der Windrichtung. Auch andere Parameter wie z.B. die Häufigkeit des Windes oder die Turbulenz werden in Abhängigkeit von der Windrichtung dargestellt und werden auch als Windrosen bezeichnet. Die allgemeine Bedeutung des Begriffes "Windrose" beschränkt sich daher nur auf die Himmelsrichtungen.

Windrosen mit Angabe der prozentualer Häufigkeitsverteilungen der Windgeschwindigkeit stehen von allen Wetterstationen Deutschlands zu Verfügung. Diese Windrichtungsverteilung ist für die Umgebung des Stationsstandortes repräsentativ. Für Windgutachten bzw. Ertragsgutachten und somit für die Berechnung der Parkabschattung wird eine solche Windrose benötigt. Da in Deutschland noch selten an einem geplanten Windparkstandort die Windgeschwindigkeit oder Windrichtung gemessen wird, wird zur Bestimmung der Windrichtungsverteilung eine repräsentative Windrose einer Wetterstation ausgewählt und mittels eines Strömungsmodells unter Verwendung standortspezifischer Geländemodele auf den geplanten Standort übertragen.


 



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